Arbeitsplätze

Die Technisierung der Wirtschaft und der Verlust von "Arbeitsplätzen" ist ja an sich gar nicht schlecht: Es ist schon ein alter der Traum der Menschen, Maschinen für sich arbeiten zu lassen, um selbst irgend welchen Vergnügen oder Interessen nachgehen zu können. Warum denn nicht?!! Niemand kommt hierzulande noch auf die Idee, anstelle eines Autos eine Sänfte zu benutzen, obwohl er dadurch immerhin zwei, vier oder gar mehr Arbeitsplätze schaffen könnte. Es geht auch in Wirklichkeit nicht um Arbeitsplätze, sondern es geht um Einkommen. Wenn also in einem Gemeinwesen die Güterproduktion durch Maschinen und nicht mehr durch Menschen erfolgt, dann muss gewährleistet sein, dass nicht jeder Arbeitslose in Armut landet und nur noch von Sozialhilfe lebt. Die Chance zur Beteiligung an Kapital (insbesondere Industriekapital) und damit an Kapitaleinkünften muss allen eröffnet werden, und zwar in einer Weise, wo die Besitzenden hinten anstehen müssen.

Die künstliche Reduzierung der Arbeitszeit für den Einzelnen (Kürzung der Lebensarbeitszeit, Kürzung der Wochenarbeitsstunden, Überstundenabbau) löst das volkswirtschaftliche Problem nicht. Die wachsende Konzentration des Geldflusses bei den modernen Feudalherren trocknet das Land aus, egal ob und wie die (restliche) Arbeit unter der Bevölkerung verteilt wird. Durch die weitere Geldkonzentration bei den Superreichen wird die Konjunktur bei der übrigen Bevölkerung auch weiter abnehmen und somit weiter zu Einkommensverlusten (und Arbeitsplatzverlusten) führen.

 

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