Eigentumsbeschränkung

Nicht die Begrenzung von Einkommen schafft Abhilfe, sondern nur die Beschränkung von großen Vermögen. Die Beschränkung von Vermögen würde das stetige Auseinanderklaffen zwischen Arm und Reich stoppen und sogar umkehren. Sie würde außerdem erheblich zur Wiederbelebung der Konjunktur beitragen.

Das Grundgesetz selbst und sogar "die alten Römer" weisen uns den richtigen Weg:

Artikel 14 Absatz 1 Grundgesetz lautet: "Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet. Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt."

Solch eine gesetzliche Beschränkung des Privateigentums gibt es zur Zeit nicht. Das war nicht immer so! Das römische lex licinia agraria des Jahres 367 v. u. Z. legte 500 Morgen als Maximum des Besitzes am ager publicus fest und bestimmte, dass aller darüber hinausgehende Grundbesitz aufzuteilen und in Stücken von jeweils mindestens sieben Morgen landlosen Plebejern zu geben sei. Auch hier und heute gilt: Nur die Beschränkung des Vermögens der Wohlhabenden, gibt den weniger Begüterten auf lange Sicht eine realistische Chance, ebenfalls Vermögen anzusparen.

Würde der Gesetzgeber z. B. (gewinnbringendes) inländisches Vermögen von über 50 Mio. Euro Wert so besteuern, dass der Eigentümer es lieber verkauft, als dass er es weiter behält, dann würde sich dieses Vermögen wieder stärker unter der Bevölkerung verteilen. Eine andere Möglichkeit: Der Staat könnte auf Grund Gesetzes auch selbst das überschießende Vermögen am Markt veräußern und den betroffenen Superreichen den Erlös in Geld als Entschädigung geben. Es wäre jedenfalls so, als ob man mit einem Deckel die Spitze eines Sandhaufens herunter drückt, so dass sich der Sand der Spitze an den Seiten des Haufens verteilt.



sandhaufen



Jeder grüne Punkt dieser runden Fläche repräsentiert einen Bundesbürger. Die Höhe des Sandes über jedem Punkt repräsentiert dessen Vermögen. Am breiten grünen Rand zeigt sich die Besitzlosigkeit bzw. Armut. In der Mitte des Sandhaufens zeigt sich der Reichtum der Reichen. Der Deckel ist ein Gesetz. Er wird herabgelassen und bewirkt, dass der Besitz inländischen Vermögens ab einer bestimmten Größe (z. B. 50 Mio. Euro) am Markt veräußert wird. Der Sandhaufen verliert an Höhe und geht in die Breite.



 

Der Erlös in Geld kann den Superreichen ohne weiteres wieder zufließen. Geld (Bargeld oder Giralgeld) bewirkt für sich keinen Feudalismus. Erst wenn dieses Geld des Superreichen im Inland wieder zum Kauf neuer Aktien, Unternehmensanteile oder Mietshäuser verwendet würde, entstünde wieder eine feudalistische Situation. Dann müsste der gesetzliche "Deckel" von neuem ansetzen. Auch wenn dieses Geld nennenswert verzinslich verliehen wird (Darlehen oder Anleihen, auch Zerobonds, über 1% Zinsen bzw. Rendite jährlich), hätten wir feudalistische Verhältnisse. Liegt es dagegen zinslos auf einem Bankkonto oder unter der Matratze, gibt es für unser Gemeinwesen kein Problem. Gleiches gilt, wenn es im Ausland ausgegeben wird und wenn nicht über den Umweg Ausland hier im Inland doch wieder Kapital angelegt wird (etwa über ausländische Unternehmen oder Strohmänner).

 

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