Die Florfliege Chrysoperla carneaThe lacewing Chrysoperla carneaDie Florfliege Chrysoperla carnea The lacewing Chrysoperla carnea Die Florfliege Chrysoperla carnea wurde 1999 zum Insekt des Jahres gekürt, weil es sich bei diesem Blattlausvertilger um ein in vielen Belangen außerordentliches Tier handelt. Die zur Ordnung der Netzflügler gehörenden Florfliegen werden aufgrund ihrer auffallend schönen Augen auch Goldaugen oder aufgrund ihrer Fraßleistung Blattlauslöwen genannt. In Mitteleuropa gibt es ca. 25 Florfliegenarten, unter ihnen ist C. carnea die häufigste. Die adulten Weibchen ernähren sich als Blütenbesucher von Nektar und Pollen und legen ihre auf ca. 5 mm langen Stielen sitzenden Eier einzeln oder in kleineren Gruppen ab. Die geschlüpften L1-Larven verweilen noch einige Zeit auf den Eiern, bis sie schließlich auf der Suche nach ihrem ersten Beutetier am Stiel herunterklettern. Nicht nur Blattläuse, sondern auch andere kleinere Insekten werden mit den charakteristischen, weit über den Kopf hinausragenden Saugzangen angegriffen, durchbohrt und unmittelbar darauf restlos ausgesogen, bis nur noch die leere Hülle des Beutetiers übrigbleibt. Das dritte und zugleich letzte Larvenstadium kann täglich bis zu 60 Blattläuse vertilgen. Besonders bemerkenswert ist die Gründlichkeit, mit der die Beutetiere bis zum letzten Tropfen unter kunstvollem Wenden und Drehen der Saugzangen ausgesogen werden. Schließlich sucht die ausgewachsene, voll ernährte L3-Larve einen geschützten Ort, wo sie sich einen festen kugeligen Kokon spinnt, in dem sie sich verpuppt. Ca. 2 Wochen später beißt die noch mit beißenden Munderkzeugen versehene Puppe einen perfekt kreisrunden Deckel aus dem Kokon und begibt sich nach dem Schlupf an eine geschützte Stelle. Dort befreit sie sich mit Pumpbewegungen mühsam aus der zarten Puppenhülle und entfaltet schließlich seine Flügel zum erwachsenen prächtigen Tier. C. carnea durchläuft 2-3 Generationen pro Jahr. |
|
|
|
|
|
|
|
Abbildungen: © Institut für Phytopathologie, Kiel |
|
| | Übersicht | Räuber und Parasiten | | |